Unsere nächsten Seminare

Samstag, 15. Juni 2024

Der Dienst des Pastors

mit Roland Krumm

Eine theologische Ausbildung ist ein unverzichtbarer Bestandteil für einen Dienst im Reich Gottes. Doch dies alleine macht noch keinen Pastor. Was beinhaltet eigentlich ein vollzeitlicher Dienst als Pastor, Leiter einer Gemeinde oder eines Werkes? Welche Rolle spielt die „Work-Life-Balance“? Welchen Stellenwert hat die Familie und wie bewahrt man sich vor einem Burnout? Dazu kommen die unterschiedlichsten Themenbereiche wie lehren, leiten, beraten, Krisen managen. Auf diese und ähnliche Fragen werden wir in dem Kurs eingehen und sehen, wie man als Pastor wachsen und reifen kann. Dabei werden wir sehr interaktiv arbeiten, mit genügend Raum für persönliche Fragen und Erfahrungen.

Vorschau

Seminare im Sommer/Frühherbst 2024

  • Freitag, 12. Juli und Samstag, 13. Juli
    Prof. Thomas Kinker: Hermeneutik – Teil 4
  • Freitag, 27. September und Samstag, 28. September
    Dr. habil. Frank Hinkelmann: Kirchengeschichte – Teil 4

Seminarzeiten

Freitag: 16.00 bis 20.00 Uhr

Samstag: 9.30 bis 17.00 Uhr

Gasthörer

Hast du Interesse, an einem unserer Seminare teilzunehmen? Vielleicht interessiert dich ja ein spezielles Thema oder du möchtest das MBS einfach mal unverbindlich kennenlernen. Dann bist du herzlich willkommen, bei uns als Gasthörer reinzuschnuppern!

Bitte melde dich spätestens drei Tage vor Seminarbeginn per E-Mail unter stuttgart@bucer.de an. Wir freuen uns auf deinen Besuch!

Für unsere Gasthörer bitten wir um eine Gebühr von 25 Euro pro Studientag (Samstag) bzw. 40 Euro pro Studienwochenende (Freitag und Samstag). Ermäßigungen für Schüler, Studenten und Mitglieder der gastgebenden City Chapel.

Rückblick

Samstag, 21. Januar 2023

Kirchengeschichte I: Die Antike

mit Dr. habil. Frank Hinkelmann, Rektor des Martin Bucer Seminars

Mit der ersten der vierteiligen Vorlesung über Kirchengeschichte haben wir am 21. Januar unser neues Studienzentrum in Stuttgart eröffnet. Unser Rektor Frank Hinkelmann hat dabei über die Ausbreitung des Christentums bis zum Ausgang der Antike und somit über eine Zeitspanne von rund 420 Jahren gelehrt. Diese erstrecke sich von ungefähr 30 n.Chr. bis zum Beginn des europäischen Mittelalters, das rund um das Jahr 450 angesetzt werden kann. Der Fokus lag nicht allein auf der Geschichte des Christentums im Römischen Reich bzw. im Bereich des Abendlandes, sondern gerade auch die kirchengeschichtliche Entwicklung in anderen Regionen, wie im nördlichen Afrika und in Asien, wurden in den Fokus gestellt. Als einen Schlüssel für die Ausbreitung des Christentums in der Antike betonte Frank, dass sich die Christen nicht an den Zeitgeist anpassten und die Botschaft von Jesus Christus als dem einen wahren Gott ohne Kompromisse in ihrem Umfeld verkündigten.

Sonntag, 7. Januar 2024

JUMIKO 2024 – wir waren mit dabei

Am 7. Januar fand auf der Stuttgarter Messe wieder die Jugendmissionskonferenz (JUMIKO) statt. Tausende Menschen waren bei der großen Missionsausstellung, den inspirierenden Vorträgen oder der Abschlussveranstaltung mit dabei. Wir freuen uns über die vielen Besucher an unserem Stand, die offenen Begegnungen und das große Interesse an einem Theologiestudium am Martin Bucer Seminar. Lasst euch zu Hause unseren hochwertigen Rugguserli-Tee schmecken, den wir extra zur Konferenz in der Schweiz für euch zusammengestellt haben! Seine geschmacklichen Noten spiegeln die Eigenschaften des Martin Bucer Seminars wider.

Ein großes Dankeschön an unsere Studenten, die den ganzen Tag über tatkräftig mit angepackt haben!

Schon mal zum Vormerken: Die nächste JUMIKO ist am Sonntag, 5. Januar 2025. Weitere Infos zur JUMIKO findest du auf www.jumiko-stuttgart.de.

MBS-Studienreisen

21. bis 29. September 2024

Vorschau: Türkei-Studienreise des MBS: „Die sieben Sendschreiben“

Auf dieser vielseitigen Reise besuchen wir die Ausgrabungsstätten von sieben antiken Orten der damaligen Römischen Provinz Asien. In diesen Städten befanden sich die Gemeinden, welche die ursprünglichen Empfänger der Offenbarung waren. Im Auftrag des auferstandenen Christus schrieb der Apostel Johannes sowohl die Sendschreiben in den Kapiteln 2 und 3 als auch die Offenbarung als Ganzes an die Gemeinden in Ephesus, Smyrna (Izmir), Pergamon (Bergama), Thyatira (Akhisar), Sardes (Sart), Philadelphia (Alasehir) und Laodicea.

Aufgrund der ungewöhnlichen Sprache empfinden wir heute die Offenbarung des Johannes als fremd oder unverständlich.Das war jedoch damals bei den Christen in den sieben Städten in Asien ganz anders! Sie wussten sofort, was der großartige Christus ihnen kommunizierte, versprach oder auch androhte. Die Offenbarung sprach ihre Sprache. Die Bilder von mystischen Fabelwesen, welche den Thron Gottes umgeben (Offb 4), gefährlichen Tieren, die das Böse in der Welt versinnbildlichten (Offb 13) und Alltagsgegenstände, wie Schriftrollen in der Hand wichtiger Würdenträger (Offb 5), waren genau die Art von Rhetorik, die sofort eine verständliche und klare Botschaft vermittelte und welche tief ins Herz ging. Wer sich in die Lebenswelt der damaligen Christen hineinversetzt, kann auch heute noch das Reden Gottes durch die Offenbarung und die anderen Bücher der Bibel hören. Und genau deshalb ist diese Reise so spannend. Die Überreste der antiken Kultur, die uns erhalten geblieben sind, erleuchten heute viele Biblische Texte, die ansonsten un- oder missverstanden bleiben. Herzlich willkommen auf den Spuren der Apostel Paulus und Johannes!

Herzlich willkommen in der Lebenswelt der ersten Christen, wo Steine, Inschriften und alte Gemäuer dem Leser der Bibel neue Blickwinkel auftun und den Sohn Gottes in seiner Größe deutlicher werden lassen!

16. bis 26. Mai 2023

Rückblick: Griechenland-Studienreise des MBS: „Umwelt des Neuen Testaments“

16 große Statuen standen in der Antike am Eingang des Stadions von Olympia. Allerdings waren die Statuen nicht den Siegern der Wettbewerbe gewidmet, sondern bildeten die 16 Athleten ab, die während der langen Geschichte der antiken Olympischen Spiele nicht den Regeln gemäß gekämpft hatten. In einer von Ruhm und Ehre geprägten Kultur brachten sie damit Schande über sich selbst und ihre Heimatstädte.

Bei unserer MBS-Studienreise in Griechenland tauchten wir tief in die antike Kultur und Lebenswelt ein. Auf den Spuren des Apostels Paulus besuchten wir mit unserer 17-köpfigen Gruppe fast alle Orte, an denen er sich auf seiner 2. und 3. Missionsreise aufhielt, von Thessaloniki über Philippi bis Korinth. Auch andere weltbekannten Stätten, wie Delphi, Epidauros oder Olympia, die für das Verständnis Griechenlands eine entscheidene Rolle spielen, durften auf dem Programm nicht fehlen. Ebenso die prachtvollen Königsgräber des antiken Aigai.

Im Norden des Landes ging es zu Fuß ein Stück über die 2.200 Jahre alte Via Egnatia, zum Teil steil bergauf bzw. bergab – genau auf der Strecke, die Paulus von Neapolis nach Philippi zurücklegte (Apg 16,11-12). Insgesamt besuchten wir neun Ausgrabungsstätten und acht große Museen. Archäologen haben hier seit Ende des 19. Jahrhunderts fleißig gearbeitet und zahllose kostbare Funde ans Tageslicht gebracht. Überwältigt von der Schönheit antiker Kunst standen wir vor Bodenmosaiken, Statuen und Skulpturen (wie dem bedeutenden „Hermes des Praxiteles“), Amphoren, Spiegeln, Öllämpchen und vielem mehr. Dabei wurde es richtig spannend, die antike Lebenswelt mit einzelnen Texten des Neuen Testaments in Verbindung zu bringen.

Alle zur damaligen Zeit wichtigen Begebenheiten hielten die Menschen in Inschriften fest, viele von ihnen konnten wir uns vor Ort näher anschauen. Im Museum von Delphi begeisterte uns die berühmte Inschrift des Prokonsuls Gallio (Apg 18,12-17), nach welcher die Ereignisse in der Apostelgeschichte datiert sind. Erastus, von Paulus als Schatzmeister bezeichnet (Röm 16,23), ließ in Korinth die Straße vom Theater zum Hafen aus eigenen Mitteln pflastern, die Inschrift ist dort noch heute in den Boden eingelassen. Die zahlreichen Inschriften freigelassener Sklaven illustrierten, wie Paulus die Aussage „für die Freiheit hat Christus uns freigemacht“ (Gal 5,1) versteht.

Der Gang durch die Ausgrabungsstätten führte uns die Dimension und Pracht antiker Städte lebhaft vor Augen. Das öffentliche Leben mit Einkaufsmöglichkeiten, Werkstätten und Bankett- oder Gerichtssälen spielte sich im Bereich des Forums ab. Religion, Kult und Götterverehrung waren untrennbar mit dem alltäglichen Leben verbunden. Tempel für Zeus, Apollo, Dionysos und dutzende andere Gottheiten bildeten das Zentrum der Städte – für die ersten Christen alles andere als einfach, in diesem gesellschaftlichen Umfeld zu leben. Trotzdem erwies sich das Evangelium durch die Kraft des Heiligen Geistes als mächtig(er) und Menschen kamen zum Glauben an den lebendigen Gott.

Ein großes Dankeschön gilt unseren beiden Reiseleitern und NT- bzw. AT-Wissenschaftlern Dr. Dierk Müller und Prof. Thomas Kinker. Ihr biblisches und geschichtliches Fachwissen ist schlicht überwältigend. Sie zeigten auf eine äußerst lebendige Weise, welch wichtige Rolle das Verständnis damaliger kultureller und religiöser Hintergründe für die Interpretation des Neuen Testaments spielt. In seiner Einzigartigkeit trug jeder Reiseteilnehmer zur wunderbaren Gemeinschaft in der Gruppe bei, vielen Dank dafür! Und nicht zuletzt gratulieren wir Jonathan, der bei unserem spontanen Lauf im Stadion von Epidauros nach 181,30 Metern die Ziellinie als Erster überquerte!